Splintermoon? Auf der Mitte des Flusses herrscht Ebbe!

Im deutschsprachigen Rollenspiel bewegt sich ja nun seit geraumer Zeit einiges und nun kann der informierte Rollenspieler im Netz lesen, dass der Uhrwerk Verlag ein neues Pen & Paper Rollenspiel veröffentlicht.

Name: Splittermond
Genre: Fantasy
Infos: http://www.splittermond.de

Juhu? Ja, ich denke schon! Juhu!!!

Warum?
Nun, zum einen, weil sich eine Menge der Infos (auch die in Foren publizierten) recht vielversprechend lesen.
Auch die Namen der Autoren sind nicht unbekannt. Chris Gosse und Uli Lindner sind die DSA Autoren, von denen sich viele Aventurien Interessierte die Innovationen versprochen haben, mit der die katholische Kirche… äh nein, die DSA Redaktion ihre Gemeinde durch deren Ausbleiben bis auf das Rudel evangelikaler Hardliner reduziert hat, das jetzt bei DSA5 Umfragen mit Fackeln und Mistgabeln um die Unveränderlichkeit des wahren Glaubens schwadroniert…
Okay, zugegeben, das war ein böser Scherz! 🙂
Jedenfalls ist bei den beiden Autoren ein gesunder Bekanntheitsgrad vorhanden und die Hoffnung an eine interessantes, spielbares Rollenspiel durchaus gegeben!

Abgesehen davon weckte eine Frage in unserem schönen :T: Forum vor einigen Tagen meine Aufmerksamkeit, deren Beantwortung sich eigentlich gar nicht so einfach gestaltet…

Da fragte Auribiel nach einem guten deutschsprachigen Fantasy-Setting. Nichts aussergewöhnliches, nicht zu taktisch, nicht zu erzählerisch…
Spontane Reaktion: „Ist doch ganz einfach, nimm halt…“
Äh, ja, was eigentlich?
DSA? Na, da hat die gute Dame gerade ja die ’nautze voll von.
Bathfinder? Zu taktisch. Irgendwas mit Savage Worlds? Ebenso, ausserdem ganz schön grobe Körner für eine Seife (gemeint ist Soap Opera). Dungeonslayer? Auch mehr Taktik und Dungeon halt. Nett für einen lustigen Abend. Aber sonst?
Na, dann eben Malmsturm – naja, Fate ist nun wirklich nicht etwas für jeden…
Earthdawn: Wahrscheinlich zu high powered. Ausserdem ist der Austoß von Material vielleicht auch wichtig, wenn es dem inspirierten Spieler nach Konsum dürstet.
Midgard (der ewige Heartbreaker)? Naja, mal ganz ehrlich, da kann mach auch bei DSA bleiben. Und über die Veröffentlichungsmenge muss man nicht reden.
Arcane Codex? Naja, mit DSA als Vorgänger scheint fehlende Balance ja kein Thema zu sein. Aber trotzdem, die Empfehlung mag ich nicht aussprechen.
Ach, das kann doch nicht so schwer sein, schauen wir mal beim Sphärenmeister in den Shop…
Hah! Da haben wir…
Naja, Der eine Ring, wenn man Mittelwerde und Hobbitse mag und Aborea, wenn man eine Einsteigerbox mag, zu der noch nichts nachgekommen ist. Demnächst aber, ganz bestimmt. Naja, warte solange, damit sich garantiert nicht das Gefühl des „Rohrkrepierers“ einstellt. Warte einfach ein paar Jahre! Jahre?? Das kann doch nicht sein!

Mein Fazit: Es gibt nichts, was den Rollenspieler-Konsumenten, der ein schönes, stimmiges Fantasy Rollenspiel in deutscher Sprache haben möchte, ausser DSA mit Material versorgt.
Das, was auf dem Markt ist, befriedigt eine Menge spezialisierter Genrefreunde. Aber Mainstream?

Auf der Mitte des Flusses herscht Ebbe!
Insofern: Willkommen Splittermond! Juhu!

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