Jenseits des Randes – Star Wars ARdI Abenteuer

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Erscheinungsbild:
Verlegt vom Heidelberger Spieleverlag kommt das erste Abenteuer mit 96 Seiten in Hardcover, Vollfarbdruck. Das Cover ziert einen Rodianer vor einem abgestürzten Raumschiff. Das Artwork im gesamten Abenteuer entspricht 1:1 der englischen Ausgabe und läßt nichts zu wünschen übrig! Kontrast und Lesbarkeit der Texte sind sehr gut. Qualität und Bindung erscheinen sehr solide. Ein Inhaltsverzeichnis ist enthalten. Die Übersetzungsqualität ist nach meinem Ermessen recht gut. Der Preis beträgt € 24,95.

Zum Inhalt:
In einer Rezensierung eines Rollenspielabenteuers auf den Inhalt einzugehen, birgt natürlich immer das Risiko, etwas zu verraten, was der Spieler gerne im Spiel erfahren hätte.
Ich versuche echte Spoiler zu vermeiden, werde ggf. verborgene Informationen keinesfalls nennen.
Das Abenteuer gliedert sich in 3 Teile auf und dreht sich um eine Schatzsuche. Es ist für Anfängercharaktere erstellt. Für erfahrenere Spielercharaktere sollten die Werte der Opposition (Anzahl Gegner, Spielwerte der Gegner ggf. angepasst werden – Das Abenteuer gibt dazu ein paar Tipps.)
Am Ende der Republik ist ein Separatisten-Raumschiff mit sehr wertvoller Fracht verschollen und nun Jahrzehnte später sollen die Charaktere es finden und die Ladung bergen.
Natürlich gibt es eine Konkurrenz, die den Zeitrahmen einengt und die immer wieder Schwiergkeiten bereitet und den Charakteren in die Quere kommt.
Der erste Teil beginnt auf einer Handelsraumstation „das Rad“ damit, dass die Spielercharaktere vom Erben des Raumschiffes beauftragt werden, es zu finden und die wertvolle Fracht zu ihm zurückzubringen. Natürlich lassen sich Recherchen anstellen und die Widersacher beginnen ihr Werk.
Teil 2 handelt dort, wo der Schatz gefunden werden kann und dreht sich darum, mit der Situation vor Ort klar zu kommen und schnell genug die Beute zu sichern, denn die Opposition schläft natürlich nicht.
Im dritten Teil geht es dann an die Rückgabe der Beute, um Belohnung und natürlich auch noch einmal um mögliche Vergeltungsakte oder die Möglichkeit, den Schatz im letzten Moment vielleicht doch noch zu verlieren.
Ich hoffe, diese Zusammenfassung ist aussagekräftig genug, um einen Überblick zu bekommen, ohne, dass Details verraten werden, die einem Spieler entweder den Spaß verdirbt oder dazu ermutigt, sich wider besseres Charakterwissen irgendwie „vorzubereiten“.

Bewertung:
Durch das Abenteuer im Star Wars Einsteigerset war ich grundsätzlich auf ein sehr linear aufgebautes Abenteuer eingestellt, dass man auf einer Einschienenbahn durchläuft.
Überraschender Weise nimmt das Abenteuer „jenseits des Randes“ einen anderen Weg. Zwar lässt sich das Abenteuer immer noch recht linear spielen, da bestimmte Handlungsabfolgen chronologisch zwingend auf einander folgend aufgebaut sind, jedoch liefert das Abenteuer genig Hintergrundinformationen, um abweichen und improvisieren zu können, sollte die Handlung andere Wege, als den vorgezeichneten gehen. In den Erläuterungstexten wird der Spielleiter sogar extra auf Möglichkeiten hingewiesen und durch optionale Nebenhandlungen eher ermutigt, das Spiel flexibel laufen zu lassen und eben nicht auf die Monorail aufzuspringen.
Ich hatte anfänglich die Befürchtung, das Abenteuer könnte dem WH40k Freihändler Abenteuer „Lockruf der Weite“, das vom gleichen Verlag stammt und um den es sich auch um eine Schatzsuche in einem dreiteiligen Abenteuer dreht stark gleichen. Aber dem ist nicht so.
Spielt man das Abenteuer nach dem vorgeplanten und wahrscheinlichen Ablauf, dann gestaltet es sich rasant und abwechslungsreich. Langeweile kommt dann sicherlich nicht auf.
Weicht man davon ab, hängt der Verlauf natürlich stark von der Interaktion und Improvisation zwischen Spielleiter und Spieler ab. Aber auch hier gibt es eine Menge vielversprechende Inspirationen, damit das Rollenspiel unterhaltsam und spannend abläuft.
Spielwerte und Motivationen aller beteiligter NSCs sind natürlich angegeben, so dass man diese flexibel einsetzen kann und sie beim improvisieren nicht an Plausibilität verlieren. derkehrend nutzbringend eingesetzt werden können.

Fazit:
Ich bin durchaus sehr positiv angetan und hoffe, dass diese Qualität sich zum Standard bei Star Wars ARdI Rollenspielabenteuern macht.
Das Abenteuer selbst hat ein bisschen Schatzinsel-Flair, ohne dabei je den typischen Star Wars Setting Charakter zu verlieren.
Für Spielleiter, die wissen möchten, wie sich die Autoren ein typisches Star Wars Am Rande des Imperiums Rollenspielabenteuer vorgestellt haben,
kann ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Es liest sich gut, es spielt sich gut, gibt Ideen und Anreize und zeigt vor allem,
wie man Rollenspielabenteuer auch gut präsentieren kann, ohne dass es eine zwingende Handlungsabfolge gibt, deren Ergebnisse auch schon vordefiniert sind.

Das Abenteuer ist sowohl für Spielleiter-Neulinge, die die ersten Erfahrungen über die Star Wars Einsteigerbox und das Grundregelwerk gemacht haben geeignet, wie für Rollenspiel Veteranen mit langer Erfahrung.
So macht Rollenspiel Spaß und so macht auch der Kauf eines Abenteuers Freude! Beide Daumen hoch!

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